Ich reise nicht um vom Leben davon zu Laufen - Ich reise damit mir das Leben nicht davon läuft

Roy Hill Station

Meine Reise führt mich weiter in den Norden von Australien. Nach 14h fahrt und 1250km komme ich auf einer Rinderfarm an. 100km Nördlich von Newman. Hier ist es richtig heiß, 500km weiter östlich ist wüste. Die Temperaturen sind ab 10 Uhr morgens immer über 40 Grad. Ich hab hier sogar Handyempfang, weil sich einige kilometer nörlich eine Eisen-Miene befindet. Auf der Farm stehen unheimlich viele alte Mienenfahrzeuge herum, von Traktoren, Lkw’s, rießen Lader, und sehr viele Toyota Land cruiser. Hier leben um die 20 tausend Rinder. Um zu den Pumpen zu gelangen, welche die Tröge mit Wasser befüllen muss man 135km fahren. Die Farm ist riesig! Wenn man den Mill-Run fährt(so heißt es wenn man alle pumpen abfährt, früher wahren es windmühlen) sieht man oft viele Wilde Tiere. Kängurus, Emus, Pferde, Esel, Dingos und Kamele. Man fühlt sich wie auf Safari. Ein Unglaubliches Naturschauspiel. Bernie, der Mechaniker der davor auf der Farm war hat mich eingearbeitet, mir sehr vieles gezeigt. Die Farm läuft leider sehr auf dem Prenzip „Messi“. Man könnte hier Wochen, oder eher Monate verbringen um alles zu sortieren. Das ist frustrierend wenn man ständig nach allem suchen muss. Ich hab die ersten Tage damit verbrachte Werkzeug zu suchen und zu sortieren. Zum Glück sind die Toyota Landcruiser alt und sind grobe Dieselfahrzeuge. Fast alles besteht aus grober Mechanik. Ich konnte mich recht schnell einarbeiten. Klar, ich bin kein KFZ-Mechaniker, doch die Fahrzeuge werden nur dazu genutzt um bei 10-20km/h rinderherden zu treiben. Hauptsache sie haben 4 räder, einen Motor und ein funktionierendes Getriebe. Außerdem werden Tröge geschweißt, Zäune gebaut, Gebäude aufgebaut… Ich befinde mich jetzt schon seit 3 Wochen auf der Farm. 2 Franzosen sind noch dazu gekommen. Einer ist nur fürs kochen zuständig und er kocht wirklcih in Restaurantqualität. Morgens mittags abends gibt es Fleisch!. Krass wie schnell man Muskeln aufbaut wenn man viel Körperliche arbeit macht und viel Fleisch isst. Das Fleish ist zum reinlegen… ein großer unterschied zu dem Rindfleisch in Deutschland. Phil, ein Freund von Brian(meinem chef) ist auf noch gekommen. Er ist leiderschaftlicher Schütze und hat alle möglichen Waffen. Ich durfte auch mal seine 432 rilfe 6mm abfeuern. Irgendwie surreal wenn man kängurus und dingos mit komplett zermatschtem gesicht sieht. Die Kängurus werden als Köder für die Dingos getötet. Bei jedem Känguru hab ich gesagt „Rest in Peace“. Falls man nicht den Kopf trifft, sondern das Herz, oder irgend ein anderes Körperteil, Kämpfen sie noch um ihr leben. Als ich zu Phil sagte er soll doch nochmal eine Kugel in den Kopf schießen meinte er „I dont want to waste more bullets“. Respekt vor anderen Lebewesen sieht anderst aus. Wenn man ein Weibliches Känguru tötet muss man das Baby herrausholen und es auch töten. Das hört sich alles sehr krass an, wird aber auf jeder Farm in Australien gemacht. Der Mensch ist eben der größte Parasit den die Erde erleben durfte.

 
    
                             

Die Müllhalde… Sowas geht evht garnicht. Müll wird hier einfach verbuddelt.
            

Jonas und Barnie  

Phil und Barnie
 

Mein Chef Brian:

  
  
 https://www.youtube.com/watch?v=kmhcXgtHcZs

Bitte schaut euch das Video nur an wenn ihr Tiere leiden sehen könnt, und starke Nerven habt (Mama bitte sein lassen) :

 

 

12 Kommentare

  1. Mama Mama
    Februar 7, 2016    

    Hallo fabi,
    Dich erkennt man ja kaum mehr, du hast ja richtige Muskeln ,
    Es sind wieder beeindruckende Bilder

    • Fabiontour Fabiontour
      Februar 13, 2016    

      Danke Mama,
      Hoffe Papa kann auch schöne Bilder von eurer Reise machen
      lg Fabi

  2. Februar 7, 2016    

    Also ich finde, Fabi ist ganz schön gealtert. In dem karierten Hemd und der kurzen blauen Jeans habe ich ihn gar nicht wieder erkannt.
    Ach ja, und der Riese ist so riesig, dass er kein „ß“ braucht 😉

    Was würde denn dagegen sprechen so eine Känguru-Baby mitzunehmen und hochzupäppeln? Wenn das größer ist hüpft es dann immer hinter Dir her …

    • Fabiontour Fabiontour
      Februar 13, 2016    

      Glaub du verwechselst mich mit barnie 😉
      danke für den hinweis, hab die rechtschreibkorrektur auf englisch 😉

      Dagegen spricht das ich hier fast keine freizeit habe um mich darum zu kümmern, ich arbeite 6 Tage die wohe 10h am Tag. Danach hab ich eine sehr weite Strecke bis nach Süd-Australien vor mir. Würde ich aber liebendgerne machen

      • Februar 13, 2016    

        Hey Dude,
        ist das nicht komisch, hier in Deutschland quälen sich die Leute zur Arbeit und jammern teilweise über eine 35h Woche.
        du arbeitest 60h und es scheint Dir Spaß zu machen.
        Wobei hier verbringen die Leute auch noch 2h pro Tag im Auto, um zur Arbeit zu kommen.

        Was genau ist aus Deiner Sicht der Unterschied von dem, was Du jetzt machst zu Deinem Job beim Daimler vorher?

        Hier hat es übrigens soeben zu schneien begonnen.

        Grüßle,
        Bine

        • Fabiontour Fabiontour
          Februar 13, 2016    

          hi Biene,
          ja stimmt, früher hab ich mich auch zur arbeit gequält, der unterschied ist rießig. Einmal lerne ich viel mehr übers Farmleben kennen, das macht mir unheimlich viel spaß, ich hab das gefühl ich lerne was fürs leben. Schwierig zu beschreiben. Aber alte Dieselfahrzeuge zu reparieren, Gebäude zu bauen, Zäune zu bauen, Rinder zu treiben ist einfach was ganz anderes. Im Endeffekt verdiene ich gleich viel wie beim Daimler, und Essen und Unterkunft ist hier auch noch mit dabei. Ich habe ein Ziel, und ich glaub das ist das Wichtigste im Leben. Ohne ziel hat mein keine Motivation und das Leben macht kein Spaß. Ich hab keine Lust auf diesen Alltagstrott, immer wiederkehrende aufgaben waren beim Daimler an der Tagesordnung. Ist für eine Firma natürlich das beste Aufgaben so simpel wie möglich zu gestaltet um Fehler zu vermeiden. Ausbildung und Kreativität bleiben dort auf der Strecke. Ich hab heute zum Beispiel ein 18×10 Tarp über eine Konstruktion gespannt, Die Lichtmaschine und Keilriemen von einem alten Lkw ausgetauscht, ein Tor für die Rinder geschweißt, Löcher in den Boden gebohrt und mit Zement gefüllt. Alles ist in Englisch was mir auch unheimlich viel Spaß macht, es gibt allem noch mehr Reiz und Herrausvorderung. Man sieht was man am Ende vom Tag vollbracht hat. Die Zeit vergeht deutlich schneller als beim Daimler. Dann noch die Natur in der ich arbeiten kann. Ich bin fast immer draußen an der frischen Luft, vor dem Mittagessen kann ich den den Fluss springen um mich von den 45 Grad abzukühlen.
          Außerdem möchte ich meinen Blikwinkel ändern, neue Betrachtungsweisen erkennen. Das geht am besten im Ausland. Wenn ich lange und hart arbeite muss ich an alle die Leute denken die noch mehr Stunden arbeiten für viel viel Weniger Geld die nicht ihre Träume verwirklichen können. In Deutschland jammern viele wirklich auf sehr hohem Niveau. Sind wir nicht gesegnet in so einem Reichen Land zu wohenen und dort hingehen zu können wo wir wollen? Ich kann mir Geld ansparen, und kann sogar später noch reisen, ein tolles Privileg.

          Hier hat es gerade 45 Grad im Schatten, 5 Liter Wasser sind meistens zum Mittagessen leergetrunken. Ich bevorzuge eindeutig hitze als kälte. Nur manchmal könnte es wirklich etwas kühler sein 🙂 Ein Zyclon ist am kommen vom Osten, wird uns warscheinlich Montag oder Dienstag streifen und ein paar Wolken am Himmel bringen, da freu ich mich schon drauf.

          Phil verlässt die Farm moren und hat mich heute Abend mit seiner 12mm Rifle schießen lassen. Ist eine Magnum um Kamele, Pferde, Elefanten zu töten. So eine Erfahrung bekomm ich irgendwo im Deutschland nicht 😉
          Grüßle,
          Fabi

          • Februar 13, 2016    

            Cool, und nun stell Dir vor, Du wärst vor Deiner Ausbildung beim Daimler nach Australien gegangen. hättest Du dann den Job auch bekommen, und auch so gut bezahlt?
            Würdest Du das alles so genießen und schätzen können?

            Mir kommt es so vor, dass wir in Deutschland zwar eine mega gute Ausbildung bekommen, aber dann danach gebremst werden, die erlernten Fähigkeiten wirklich anzuwenden.

            Für alles gibt es Gesetze und Regeln und man ist in eine Bürokratie gezwängt. Es ist komisch, man ist zwar freier als in den meisten anderen Ländern, aber man fühlt sich nicht frei. Hier fehlt uns die Weite, die Du gerade in Australien hast. In den USA war auch alles weiter. Man konnte ein paar Kilometer fahren und war im Nichts, allein mit der Natur.

            Stell Dir mal vor, es gäbe für Dienen Job eine Arbeitsplatzbeschreibung. Und Du dürftest nur das tun, was da drin steht. Und stell Dir vor, da wäre ein Betriebsrat, der in D ja ab 5 Mitarbeitern gegründet werden darf der dafür sorgt, dass der Arbeitsschutz und die Ruhepausen eingehalten werden.
            Würde es dann noch so Spaß machen?
            Hast Du eine Stechuhr und eine feste Zeit, wann Du morgens beginnst? 😉

            Klar kommt gleich der Gedanke auf, was aber ist, wenn dir was passiert, wie die ärztliche Versorgung ist usw. Aber wahrscheinlich passiert schon deshalb weit weniger, weil es Spaß macht, abwechslungsreich ist und man dadurch konzentrierter bei der Arbeit ist.
            Du arbeitest ja nicht mit dem Blick, wann es abends endlich vorbei ist und Du dann Freizeit hast, sondern die Arbeit und das Leben drum rum passen zusammen und sind eine Einheit. Das eine bedingt das andere.

            Ich frage mich nur, wie man das in Deutschland realisieren kann…

            Ach ja, und da der Riese kein ? braucht, schreibt man riesig auch nicht mit ß!
            Denke einfach immer daran: der Riese macht eine Reise, denn zu reisen macht dem Riesen riesig Freude! Alles ohne ß 😉

          • Fabiontour Fabiontour
            Februar 13, 2016    

            Stimmt, das hätte ich nicht. Die Ausbildung hat mir schon häufig geholfen. In Deutschland wird sehr viel Geld für die Ausbilung ausgegeben, dafür aber irgendwie schlecht umgesetzt. Jeder möchte studieren gehen, wir haben ein Problem der Überqualifizierung. Deshalb mache ich mich frei, im üprigen brauch ich 1h bis zum nächsten Krankenhaus, wenn die nicht weiterhelfen können muss man nach Perth fliegen, schon eine recht weite Strecke. Die Medizienische versorung ist aber auch auf Weltklasseniveau.

            Manches ist wirklich besser, was arbeitschutz angeht zum Beispiel. Darauf wird hier wirklich zu wenig wert gelegt. Man muss seine eigene Schutzausrüstung schon selbst mitbringen, oder eben mit dem was auf der Farm ist arbeiten. Ich kann mir meistens selbst einteilen wann ich Pause machen möchte und wann nicht. Morgens muss ich 6:30 uhr beginnen zu arbeiten, das ist schon recht fix. Ist aber ganz gut, weils mittags irgendwann zu heiß wird um Körperlich hart zu arbeiten.
            Es gibt immer Pro und Contra, und jeder ist seines Glückes Schmied 😉 Man muss es ja nicht in Deutschland realisieren, die Welt ist groß.
            Wenns mir hier nicht gefällt, gehts einfach weiter, gibt sehr viele Work and Travel länder, und man darf in ganz Europa arbeiten und sich so lange aufhalten wie man möchte.

  3. Februar 7, 2016    

    Hallo Fabian,
    Endlich mal wieder ein Lebenszeichen.
    Sind ja tolle Bilder dabei.
    Bei der Muellentsorgung wird die Nachwelt
    noch Sorgen bekommen!

    • Fabiontour Fabiontour
      Februar 13, 2016    

      Danke Opa,
      Das stimmmt leider, aber jeder trägt seinen Teil dazu bei. Wir müssen eine globale Lösung finden. Das wird aber erstmal nicht geschehen. Ich denke auch nicht in meiner Lebenszeit.

  4. Jakob Jakob
    Februar 18, 2016    

    boah eh, Fabi du Viech! 😉 Du bist echt kaum wiederzuerkennen…

    Die Eisenmine und die Werkzeugsituation hört sich sehr abenteurlich an, da würd ich mich auch echt gern n bissl austoben. Aber du hast offenbar gar nicht Zeit dafür. Also für die Mine. Hast du davon n Bild gemacht?
    Naja, dafür darfst du dich an der Farm-Hardware austoben, des is geil. Du hast gutes Essen, viel Sonne (wär ich deine Mum, würd ich dich dazu auffordern, mehr Sonnencreme zu verwenden 😉 Vermutlich ist das in Australien aber eh aussichtlos) und jede Menge Technikspielzeug. Des möcht ich hier echt auch mal haben. Einziger Nachteil ist wohl wirklich die Zeit – für Feiern, Mädels und so…

    Halt die Ohren steif und lass sie dir nicht von Dingos abknabbern 😀

    • Fabiontour Fabiontour
      Februar 18, 2016    

      Gestern war ich in der nähe der mine und hab bilder gemacht, werd sie beim nächsten Blogpost hochladen 😉
      Stimmt 🙂 hätte gern mehr zeit zum feiern und austoben aber tut au mal gut da zurückzustecken. Kann man schon kein Geld ausgeben und im Endeffekt länger Reisen. Wenn ich n Dingo seh hol ich die 243 Rifle raus und knall ihn ab 😀
      Was machst du gerade? Hab gehört du hast jetzt n netted Mädel an deiner Seite 🙂
      Lg fabi

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