Ich reise nicht um vom Leben davon zu Laufen - Ich reise damit mir das Leben nicht davon läuft

Nach 14h Busfahrt von Manali nach new Delhi und 4h Flug über nacht komm ich um 7uhr morgens in Singapur an. Am 9. August ist der Nationalfeiertag und wie es der Zufall will 50 Jahre. Ich beschließe zu einem hostel in der Innenstadt zu gehen, weil mir kein couchsurfer zugesagt hat. Heute ist das komplette Metro- und Bussystem kostenlos. Ich treffe marry, ein mädel aus meinem hostel, wir gehen zusammen zu dem couchcrash event. Ein treffen von vielen couchsurfern aus aller Welt. Wir picknicken gemeinsam, spielen Gitarre, trinken Wein, und haben eine menge Spaß. Da locals das event organisieren, haben wir die beste Sicht auf die Parade. Militärflugzeuge fliegen über unseren Köpfen umher, Panzer rollen an uns vorbei und Militärboote schießen Kanonen ab. Alle jubeln und feiern die Soldaten, als wären sie Götter. Alle, nur nicht ich. Ich finde es imposant, aber es sind immer noch Maschinen die andere Menschen umbringen. Mir schießen Bilder vom 2. Weltkrieg durch den Kopf, und mir wird übel. In Singapur muss jeder Mann für 2 Jahre zum Militär. Der Nationalstolz von Singapur ist sehr groß, als ich mich mit einer Familie unterhalten hat, konnten sie es nicht verstehen, das es Sachen gibt, die in in Deutschland nicht mag, obwohl ich davon komme. In Singapur wird alle überwacht in jeder Straße gibt es eine Kamera, überall stehen gelangweilte Jugendliche rum, die darauf warten das die 2 Jahre endlich rum sind. Es gibt sehr viele Verbotsschilder z.B. Kaugummi kauen, Essen und trinken in der U-Bahn (Essen versteh ich, aber trinken???), im nächsten Pool schwimmen, über die Rote Ampel laufen, Straßen überqueren. In Deutschland sind die meisten Sachen zwar auch verboten, hier steht aber gleich nebendran, wieviel die Strafe ist, und die ist immens hoch. Man wird komisch angeschaut wenn man eine Rote Ampel überquert obwohl weit und breit kein Auto zu sehen ist. Als könnte man selbst nicht auf sich selbst aufpassen. Alles ist abgesichert, jeder Weg ist geebnet, vorgefertigt. Man muss nie laufen, alles ist perfekt Organisiert, Abenteuer gibt es hier überhaupt nicht. Wenn einem in Singapur etwas passieren sollte, dann muss man schon sehr unvorsichtig sein, 10 Schilder übersehen und Pech haben. In Indien hab ich deutlich mehr glückliche und zufriedene Menschen gesehen. Am 2. Tag treffe ich mich mit Alvos, er hat ein Treffen organisiert, sein Sohn ist mit dabei. Außerdem eine Holländische Familie, und ca 8-10 andere couchsurfer. er zeigt uns den Botanischen Garten, führt uns zu wunderschönen Plätzen und erzählt uns eine Menge über die Geschichte von Singapur. Der Unterschied, wie Kinder erzogen werden ist gravierend. Als ich mit dein beiden Kindern alleine war, sagt das Kind von Alvos(sinapur) zu dem Kind aus Holland:“ du darfst nicht rennen, du könntest fallen und dann sterben“. Mal wieder zeigt sich sehr deutlich, mit Angst kann man Menschen am besten beeinflussen und manipulieren. Das Land an sich ist wunderschön, wenn ma sich die ganzen Wolkenkratzer, Schiffe, Fabriken und Flugzeuge wegdenkt :D. Santosa Island zum Beispiel, eine kleine Insel im Süden von Sinapur. dort hab ich mich mit Intak verabredet. Ein reizendes Mädchen, sie hat ihr Herz am richtigen Fleck. Sie zeigt mir all die schönen Strände, wir besuchen den Südlichsten Punkt Asiens und haben eine Menge Spaß. Wir essen Oktopus am Spieß und Karottenkuchen. lecker! Glücklicherweise kann ich auf ihrer couch schlafen, und spare mir so 26$ für die Unterkunft, die ich in eine Flasche Wein und ein leckeres Essen investieren kann :). Für ein Stopover ist Singapur okay, länger würd ich aber nicht bleiben. ist halt eine Wirtschaftsmetropole die überteuert ist. In Singapur hab ich mir meine Kamera gekauft, ist hier am günstigsten. Mal schaun ob ich Papa Konkurrenz machen kann, denn nicht die Kamera macht das Bild, sondern der Fotograf 😛

   
    
       
    
       

        

   

     
    
       
    
     

    
 
   
 

5 Kommentare

  1. opa opa
    August 12, 2015    

    Toll Fabian, tolle Bilder und Bericht.
    Weiter so!
    Gruss Oma und Opa.

  2. August 13, 2015    

    Dem will ich mich anschließen! Schöne Bilder – und schön vorn dir zu hören 🙂
    Welche Kamera ist es denn geworden?

    • Fabiontour Fabiontour
      August 13, 2015    

      Danke 🙂
      Sony alpha 6000

  3. Papa Papa
    August 14, 2015    

    Das Essen sieht so super lecker aus. Da möchte man nur reinbeißen.

  4. Simon Black Simon Black
    September 16, 2015    

    ich glaub deine neue kamera ist kaputt, du siehst auf den bildern immernoch so kacke aus :S

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