Ich reise nicht um vom Leben davon zu Laufen - Ich reise damit mir das Leben nicht davon läuft

Manali

Weather: 21°C, Wind S at 3 km/h, 77% Humidity

Population: 8,096 (2011)

Delhi

Area: 1,484 km²

Population: 9.879 million (2001) UNdata

Nach 8 Stunden Busfahrt von Rishikesh nch Delhi hab ich mich erstmal duch das Metrosystem schlagen muessen. Wie in Mumbai wird man nur reingedrueckt und wieder rausgedrueckt, viel zu viele Menschen sind dort unterwegs. Dort habe ich Mirdul aus Lucknow getroffen. Er ist 19 Jahre alt, und ist sehr nett. Wir haben die Zeit in Delhi damit verbracht, herumzulaufen, Maerkte zu besuchen, ins Kino zu gehen und im Park zu relaxen. Auf dem Markt feur Kleidung ist wirklich alles so saubillig und man kann  mit den Haendlern noch mehr handeln. So bekommt man einen Markenguertel fuer umgerechnet 3Euro. Wirklich super lustig war ein „Eis“. Ich dachte mir, jetzt bekomm ich ein leckeres Fruchteis das schoen suess schmeckt. Pustekuchen ,das Indische Eis bestand aus einem Sauren part, ganz unten, dann Salzig, und die Fluessigkeit drum herum Sues. Wirklich eine eigenartige Kombination. Mirdul hat mir sehr viel beigebracht, wie das Indische Kasensystem funktioniert. Obwohl es verboten ist, wird es trotzdem noch sehr intenvis praktiziert ( wie alle in Indien was verboten ist ). Jemand von einer anderen Kaste darf man nicht anfassen, und nicht ins Haus lassen. Ich schreib das glaub in jedem Beitrag, aber die ueberbefoelkerung ist hier so extrem, selbst im abgelegentsten Teil Indiens, wenn man 30min irgendwohin an irgend ein Stein lauft, irgendwo sitzt immer jemand. Das ist echt der wahnsinn. SO viele Menschen, wer noch nie in Indien war kann sich das nicht vorstellen. Gerade bin ich in Manali, einem kleinen Oertchen mitten im Himalaya. Die Strassen die die Inder hier haben, wuerden in Deutschland nichtmal als Feldweg durchgehen. An das Indische Essen hab ich mich mittlerweile gewöhnt. 486 487 

 Die Busfahr nach Manali war sehr aufregend. Mit mir im Bus war eine indische großfamilie die Schnee sehen wollten. Während der fahrt übergaben sich 3 Erwachsene und 2 Kinder mehrmals, nur um zu bescheeibwn wie turbulent die fahr war. Überall Schlaglöcher und eine Kurvenreiche Straße. Ich konnte für ca 4h schlafen. Als ich um 6 uhr verspannt aufgewacht bin und mir den schlaf aus den Augen rieb sah ich eine andere Welt, alles strahlte im Sonnenschein. Gebirgsketten so weit das Auge reicht. Der Fahrer wirft eine Packung Toastbrot aus dem Fenster und lockt 20 gierige Affen direkt neben den Bus. Die Straße wurde schmaler und schmaler, bis wirklich nur noch ein Auto durchfahren konnte. Angekommen in Manali, wimmelte ich erstmal alle Taxi und Rickshawfahrer von mir, schnappte mir mein Rucksack und wanderte die 4km hoch nach Old-manali. Ich bin jetzt mitten im Indischen Landleben. Jeder hat eine Kuh, und Hennen. Das ewige gehupe aus den Großstädten hört endlich auf und ich rieche frische Bergluft. Ohne Verschmutzung. Ich erreiche ein Gasthaus, der Besitzer begrüßt mich freundlich. Ich zahle für eine nacht 400rupie das sind 5,70€. Das Wasser hier aus der Leitung kann man trinken. Es schmeckt richtig lecker.Neben meinem Zimmer wohnt eine Gruppe Südkoreaner. Allein ihre Namen auszusprechen ist ein Zugenbrecher. Yin, Min, johigu, zina usw. Wir hatten eine Menge Spaß uns gegenseitig Wörter beizubringen. Mein andere Nachbar ist Tätowierer. Mit ihm kann man sich nur über Tatoos oder piercings unterhalten. Ein Stockwerk höher lebt Beate, sie ist 50 und kommt aus Deutschland, sie arbeitet in Delhi in der Deutschen Botschaft und macht hier Urlaub. Neben ihr wohnt Martin, wir kennen uns schon aus Nasik und Delhi. er kommt aus Belgien, und ist ein klassischer Belgier. Trinkt gerne Bier und sieht aus als wär er immer schlecht gelaunt, ist es aber nicht. Seine Hobbies sind Filme schauen und Reiten. Neben ihm wohnt Guy, er kommt aus Israel, er kennt halb Manali und weis wo es was gibt. Er zeigt mir Old Manali, den Tempel, den Wasserfall, schöne Aussichtspunkte. ich fühl mich wie im Himmel, Blauer Himmel, frische Waldluft, die Vögel zwitschern. Die Vegetation und die Landschaft ist komplett anderst. Man fühlt sich wie im Herr der Ringe-Film. Martin stellt fest, das egal wo man pinkeln möchte in Indien, irgendwo ist immer ein Inder der zuschaut – oder auch ein Apu – überall Apu’s (von den Simpsons).  

 Wir beschließen uns ein Motorrad zu mieten und herumzufahren. Wir fahren bis zu einem Bergdorf, wunderschöne Kurvenreiche Strecke, egal wo man hinschaut, alles ist wunderschön. Wir fahren immer höher bis wir in einen Nebel kommen, die Sichtweite beträgt maximal 20m. Ich stell das Motorrad ab und gehe etwas weiter. Ich sehe in der Ferne umrisse eines Pferds. In diesem Moment stehe ich inmitten von Wildpferden. Man hört nur das schnauben der Pferde, und ist umgeben von einem weisen Schleier. Ein Magischer Moment. Die Kamera hat nur weise Fotos gemacht. Ich setze mich wieder aufs Motorrad und fahre langsam weiter. Nach 20minuten fahrt ändert sich das Wetter, die Sonne kommt raus und meine Kleider trocknen. Ich bin in Gulaba. Ich höre Getrommel und Flöten und wunder mich wo das herkommt. Ich brauch einige Minuten bis ich jemanden gefunden hab, der englisch sprechen kann und mir sagen kann was vor sich geht. Er erzählt mir mit einem breiten grinsen das heute Dara ist. Ein Fest, bei dem ihre Götter gefeiert werden. Er zeigt mir den Tempel, vor dem Einwohner tanzen und verschiedenste Instrumente spielen. Ich werde zu Chai und essen eingeladen. Es gibt Reis mit Dahl. Viele sind von Nepal hier her ausgewandert in das Dorf, und können nur Nepali sprechen. Manali ist so Vasettenteich, ich verbringe die restliche Tage damit, tagesausflüge auf den nächsten Hügel, oder zu einem Tempel zu machen, Chai zu trinken, Bücher zu lesen oder in den vielen Straßenläden zu stöbern. Manchmal regnet es so stark, das man denkt man steht unter einer starken Dusche. Nicht zu vergleichen mit Deutschland. Der Besitzer rät mir davon ab, zum Bergsee zu wandern, weil es durch den starken Monsun viele Erdrutsche gegeben hat. Mir macht es gerade unheimlich Spaß sich mit den Einheimichen zu unterhalten, helfen die Kuh zu füttern, teilzuhaben am Dorfleben und gemeinsam Chai zu trinken, und versuchen mit Händen und Füssen zu kommunizieren.

  

  

    

   

     
 

4 Kommentare

  1. Ute Halder Ute Halder
    August 5, 2015    

    Kühe füttern war schon immer deine Leidenschaft.
    keine frage das du dich dort wohl fühlst

  2. Sibylle Staas Sibylle Staas
    August 5, 2015    

    Hallo Fabi,
    schön von dir zu hören, dass es dir gut geht. In den Nachrichten ist ein Zugunglück in Indien gemeldet, mit vielen Verletzten und auch Toten. Deshalb ist es eine Beruhigung zu wissen, dass du wunderbare Tage in den Bergen verbringen kannst.

    Ich wünsche dir weiterhin schöne Begegnungen und genieße deine Freiheit.

    Liebe Grüße
    Sibylle

  3. opa opa
    August 5, 2015    

    Hallo Fabian,
    Jetzt bist du da angekommen, wo du schon immer hinwolltest.
    Nun siehst du wie die Aermsten da wohnen und feiern.
    So geht es auch, daher kommen die vielen Glaubensrichtungen
    und Goetter. Aber du weist ja wo du hingehoerst.
    Wir wuenschen dir weiterhin gutes Gelingen.
    Gruesse von Oma und Opa.

  4. August 5, 2015    

    Hi Fabi,

    das ist ja spannend, dass Du auf Nepali getroffen bist. Sie sind aus Nepal geflohen, weil die Chinesen dort die Herrschaft übernommen haben und ihnen verbieten ihre Religion auszuleben und sie verfolgen.
    Nepali leben komplett unmaterialistisch. Sie haben ganz andere Werte und eine andere Herangehensweise an das Leben.
    Wenn Einheimische Dir von was abraten, dann solltest Du denen immer glauben. Die kennen sich aus.

    Ach ja, und das Wassereis in Dehli solltest Du nicht essen, denn das ist sicher mit Leitungswasser gemacht und nicht gut für Deinen Magen oder Darm.

    Dir viel Spaß in den Bergen,
    Bine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Letzte Kommentare

Wenn du auf dem laufenen gehalten werden möchtest, gib hier deine E-Mail-Adresse an

Schließe dich 13 anderen Abonnenten an

Ad