Ich reise nicht um vom Leben davon zu Laufen - Ich reise damit mir das Leben nicht davon läuft

Nein, ich bin nicht verschollen, und ich hab auch immer noch Lust auf Australien und Indien 🙂 Der Grund warum in letzter Zeit kein Beitrag von mir gekommen ist, ligt an den Schriftlichen Prüfungen die ich letzte Woche erfolgreich geschrieben habe.

Der erste one-way Flug nach Indien(Mumbai) ist gebucht.

Hier die Flugdaten, damit ihr auch wisst, welche Maschine über dem Iran abgestürzt istFlugdaten+

Vom Flughafen Stuttgart aus werde ich mit dem Bus nach Frankfurt fahren, so ca um 15 Uhr. Das heißt ich bin fast 1 kompletten Tag unterwegs. Mal schaun wie ich das verkrafte.

Ansonsten laufen die Vorbereitungen gut, mein Reiserucksack ist heute gekommen(so geil!), die letzten Arzttermine wurden gemacht, alles wird sortiert, umgeräumt, verstaut, gestapelt…

So langsam wird mir bewusst, dass Tag X immer näher kommt.Meine Freund fragen schon, wie lange ich noch hier bin und wie oft man mich noch sehen kann. Ein etwas mulmiges Gefühl hat man schon, wenn man überlegt was alles in einem Jahr passieren kann daheim. Dennoch überwiegt die Freude und die Abenteuerlust. Sich an etwas neues wagen, neue Eindrücke bekommen, durch Höhen wie auch Tiefen gehen, an sich arbeiten, neue Kulturen kennenlernen und von ihnen lernen, erforschen,sehen, verstehen das ist mein Ziel dieser Reise. Ich weiß, das ich ein sehr großes Privileg habe, die Reise antreten zu können. Richtig bewusst wird mir das bestimmt erst in Mumbai, wenn ich die Armut direkt miterlebe.

Ein Freund hat mir einen Text gezeigt, den ich gerne mit euch teilen möchte:

-Wenn du Essen im Kühlschrank, Kleider am Leib, ein Dach über dem Kopf und ein Platz zum Schlafen hast, bist du reicher als 75% der Menschen dieser Erde

-Wenn du heute Morgen aufgestanden bist und eher gesund als krank warst, hast du ein besseres Los gezogen als die Millionen Menschen, die die nächste Woche nicht mehr erleben werden

-Wenn du noch nie in der Gefahr einer Schlacht, in der Einsamkeit der Gefangenschaft, im Todeskampf der Folterung oder im Schraubstock des Hunger warst, geht es dir besser als 500 Millionen Menschen.

-Wenn du zur Kirche gehen kannst, ohne Angst haben zu müssen bedroht, gefoltert oder getötet zu werden, hast du mehr Glück als 3 Milliarden Menschen.

-Wenn deine Eltern noch leben und immer noch ein Paar sind, dann bist du wahrlich eine Rarität

.

Da stellt sich die Frage, was hilft? Was kann man selbst tun, um den Spalt zwischen Arm und Reich zu verkleinern? Wie kann der Hunger der Welt gestillt werden?Bis jetzt hab ich darauf noch keine richtige Antwort gefunden, Spenden erzeugt ein Abhängigkeitsverhalten (Es kann nicht sein das Kinder auf die Straße geschickt werden, weil sie mehr verdienen wie wenn sie in die Schule gehen würden). Ganze Bettlermafias haben sich gebildet. Jeder strebt nach mehr Geld, Macht und Reichtum. Ich denke, das Rad lässt sich nicht mehr stoppen, und außerdem bin ich mittendrin und kurbel es noch weiter an. Wie sich das vereinbaren lässt mit einem Flug um die halbe Welt, einem recht vollen Konto und toller Ausrüstung, weis ich noch nicht. Ich werde berichten!

Mir ist in letzter Zeit vor allem aufgefallen, dass sich viele überarbeiten und sich selbst so einen psychischen Druck aufbauen, um etwas zu schaffen, was man eigentlich gar nicht will, bzw weil man es nur macht weil die Gesellschaft einen Druck auf sich ausübt. All das mündet in Unzufriedenheit. Dann muss nachgeholfen werden, denn an der Arbeit kann es ja nicht liegen… außerdem gibt es ja so viel Geld. Ängste werden aufgebaut(reicht mir meine Rente?, finde ich einen anderen Job?, was wird aus der Zukunft?) diese engen ein und verschlimmern nur die Probleme, die sie eigentlich Lösen wollten. Ich möchte versuchen, Alternativen aufzuzeigen und als Vorbild zu agieren.

Mein 1. host, bei dem ich wahrscheinlich inMumbai übernachten werde schreibt auf seiner Seite:

 

Road is waiting for a visitor, culture is waiting to be explored, music is waiting to be heard, art is waiting to be appreciated.

Nobody is going to be with you for ever. So whatever time you have got with them, learn something, inspire them in some way. Be friendly. Be good. And be a localite of earth.

 

In diesem Sinne, euch noch eine erfüllte Woche!

 

3 Kommentare

  1. opa opa
    Juli 1, 2015    

    Hallo Fabian
    Komme auf jeden Fall
    noch bevor Du fliegst
    bei uns vorbei.

    Gruesse von Oma und Opa

    • Fabiontour Fabiontour
      Juli 1, 2015    

      Mach ich, versprochen!

  2. Juli 9, 2015    

    Super Gedanken. Ich bin gespannt, wie Du in einem Jahr über das obige denkst!
    Als wir gerade mit Dir Deine letzten Minuten in Deutschland über whatsapp erlebten waren wir fast aufgeregter als Du.
    Ich glaube alle in der Familie freuen sich für Dich und sind gespannt, Deine Erlebnisse und Gedanken mitzulesen.

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